Mittwoch, 24. April 2013

Step up this game

Hallo zusammen.
Heute soll es mal nicht darum gehn, was zuletzt so los war. Dafür war einfach noch nicht genug los, als dass es sich lohnen würde, darüber zu schreiben.
Heute geht es um ein Lied von mir: Step up this game.

Viele von euch kennen ja meine (negative) Meinung zu radiotauglicher Rock/Pop Musik. Dass ich diese Art Musik für Musik zweiter Klasse halte, liegt nicht nur daran, dass sie oft mit nur drei bis vier Akkorden auskommt. Meine Musik ist auch oft nicht komplexer. Es liegt nicht nur daran,  dass sie oft zum großen Teil aus dem Computer stammt und nicht auf echten Instrumenten gespielt ist, denn es gibt durchaus elektronische Musik, die ich wirklich mag. Es liegt nicht nur daran, dass sie keine Dynamik (im Sinne von lauter und leiser) hat, denn eine Menge Metal kommt auch ohne Dynamik aus. Ein großer Grund sind die sehr oberflächlichen, kitschig-klischeehaften Texte, die überhaupt nicht der Musik als Kunstform gerecht werden. Denn Kunst sagt immer etwas aus. Das ist zumindest meine Definition.
Einige der Lieder, die ich schreibe, sind wie Tagebucheinträge, sie beschreiben meine aktuelle Situation, meine Gedanken, Probleme, Gefühle. Und diese Lieder gefallen mir meist am besten. Ein aktuelles möchte ich heute vorstellen. Ich hab es im März geschrieben, aber es gilt noch immer. Und da, wo ich schon weiter bin, kann es einen Eindruck vermitteln, wo meine aktuellen Gedanken herkommen. Ich bin gerade dabei, es aufzunehmen.
Hier habt ihr den Text:


Step up this game
I stand looking through the window watching the snow fall down outside
And I wonder if what I do can be considered to be alright.
Little time ago I was so certain, knew that all others were wrong.
But my judgment seems so rash now. How do I know where I belong?

Someone questioned my resolve in questioning decisions made,
Some statements forced to be reconsidered questioning my basement’s state.
Are my foundations based on faith or on ideals the world proclaims?
It seems that middle ground is scarce, the surest way to fail these games.

Chorus: I’m feeling torn between two worlds, one being perfect one quite not.
But perfect worlds are hard to grasp, and contradiction there’s a lot.
The other world seems so appealing, but is abhorrent all the same
And I suspect a leap of faith is needed to step up this game.

I’m seeing friends and other people, living as their gut would please
And going strong and never doubting in their will to not appease.
And I’m seeing the believers and my facade to be like them.
No questions asked, no doubts permitted, they do not care, they understand.

I have lived with God some time now and he’s the only one that knows,
That cares, that loves me even though I’m going through this life of lows.
My faith is waning all too often. I care too much what others say.
But still my home is with my God, the only place that’s free to stay.

Where am I to go, if I couldn’t go with you?
Where am I to stay, if I could not stay with you? 

Es geht um die Gradwanderung zwischen der kirchlichen Welt, oder besser der Welt der bedingungslos Glaubenden, wo alles seine perfekte Erklärung hat, die aber wissenschaftlich fragwürdig ist und mir an vielen Stellen schwerfällt zu glauben, und der "normalen" Welt, die mich nicht erfüllen kann, die voller Abgründe ist und nicht genug ist, um meine Sehnsucht nach Mehr zu stillen.
Ich dachte, ich wäre sicher, dass ich zu der kirchlichen Welt gehören will. Und im Prinzip will ich das noch. Aber ich passe da nicht rein. Ich werde den Ansprüchen nicht gerecht. Und diese Ansprüche sind absolut, einen Middle ground kann es nicht geben. Mir ist klar, dass viele Christen an der Stelle auch nicht weiter sind, auch den Ansprüchen der Gemeinschaft nicht gerecht werden, dass auch viele Christen eine Maske aufhaben, die sie perfekt aussehen lässt. Aber ich will diese Maske nicht tragen.
Das, was mich hält in alldem, ist meine Beziehung zu Gott. Er schmeißt mich nicht raus, auch wenn ich den Ansprüchen der Welt, der Gläubigen und meinen eigenen nicht genüge.
Wo könnte ich hingehen, wenn nicht zu Gott?
Wo könnte ich bleiben, wenn nicht bei Gott?
Und ich nehme Anlauf für den leap of faith that is needed to step up this game.

Ich hoffe, ihr interessiert euch überhaupt dafür. Wenn ja, dann würde ich gerne ein paar weitere Lieder so analysieren. Damit ihr mich besser versteht, wenn ihr euch für mich interessiert.

 

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